Verlag Dr. Thomas Balistier
 
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Abb. Cover Faszination Kreta

Sedones 12

Arn Strohmeyer

Faszination Kreta

Impressionen von einer alten und doch jungen Insel

Sedones 12, Mähringen 2010
ISBN 978-3-937108-19-3
145 Seiten
14,80 €

Kreta – die Insel im purpur-wogenden Meer, die Homer schon preist, ist die Wiege der abendländischen Kultur. Ihre geschichtsgesättigte und mythenbeladene Erde, ihre faszinierende Kultur üben auch heute noch eine enorme Anziehungskraft auf Hunderttausende von Urlaubern aus.
Allerdings beschreibt so manche aktuelle Reiseliteratur noch Zauberhaftes, das längst schon der Vergangenheit angehört. Der plötzliche Einbruch der Moderne, die Anpassungsleistungen an Europa und der Prozeß der Globalisierung haben auch Kreta dramatisch verändert. Die Insel ist heute auch ein Ort der Entzauberung geworden.
Arn Strohmeyer begleitet diese Entwicklung seit über 40 Jahren. Seine Kritik ist die Klage eines Liebenden. Nach wie vor bekennt er sich zur Faszination Kreta, der er nicht nur in den Spuren der Vergangenheit nachspürt, sondern auch in den Zumutungen der Moderne.

Pressestimmen

 

„Der Autor und Journalist Arn Strohmeyer bereist Kreta seit 40 Jahren und ist wie kaum ein anderer mit Geschichte, Kultur und Entwicklung von Land und Leute vetraut. Unter dem Titel "Faszination Kreta. Impressionen von einer alten und doch jungen Insel" greift er auf ältere Kreta-Essays zurück, wobei jedoch in den überarbeiteten Texten der Ton auf dem Thema "Veränderungen" liegt.
Der Zwiespalt zwischen Tradition und Fortschritt, zwangsläufige Wandlungen in Gesellschaft und Natur, die negativen Seiten durch die erweiterten touristischen Kapazitäten, globalisierte Wirtschaft und ausufernde Urbanität werden in ihrem Kontrast zur Schönheit der uralten Bergregionen, zur bleibenden Faszination ihrer Mythen und Menschen aufgezeichnet. Dies geschieht mit großer Einfühlung und Empathie, mit Wehmut und Zorn, und nach wie vor mit poetischer Eindringlichkeit in den Schilderungen und mit Begeisterung zum Unvergänglichen. Die liebende Verzauberung, mit der sich der Autor allen bleibenden Reizen der Insel hingibt, schlägt immer wieder in die Klage eines Liebenden um, der unweigerlich Vergehendes nur noch kraft seiner Sprache festhalten kann...
Arn Strohmeyers Betrachtungen beruhen auf historisch und soziologisch erforschten, intellektuell durchdachten und persönlich erinnerten Begebenheiten: Sei es das Loblied auf die kretische Taverne oder das Liebesbekenntnis zur problematischen Großstadt Heraklion, Streifzüge durch die Werke von Nikos Kazantzakis oder die einzigartige tiefenpsychologische Deutung des Minotaurus- und Labyrinh-Mythos, die romantischen Erinnerungen an das einstige Hippie-Paradies Matala oder die leider konkrete Horrorvision von einem chinesisch verwalteten Container-Großhafen in Timbaki...

Griechenland Zeitung Nr. 239, Juli 2010