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Abb. Cover Das Gold von Megalochório

Hannah Gudrich, Gerold Dommermuth-Gudrich

Das Gold von Megalochório

Mähringen 2003
ISBN 978-3-9806168-7-4
247 Seiten
14,80 €

Zwei deutsche Touristen - Wolfgang und Beate - verirren sich beim Wandern im Frühling an der Südwestküste Kretas in eine unwegsame Schlucht und finden eine Leiche. Als sie von ihrem grausigen Fund berichten, zeigen die Dorfbewohner ihnen die kalte Schulter. Da auch die Polizei anscheinend nichts unternimmt, versuchen sie den Fall selbst aufzuklären. Dabei hilft ihnen ihr kretischer Freund Alechos aus Chania, ein pensionierter Kriminalbeamter und Kenner der Geschichte Kretas.

Warum sind die Leute im Dorf so verschlossen? Was haben sie zu verbergen? Die drei stoßen bei ihren Ermittlungen auf heiße Spuren und lösen eine Spirale von Gewalt aus. Hatte der Tote nach einem versteckten Goldschatz aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht? Die totgeschwiegene Vergangenheit wird lebendig: das Schicksal der Juden Kretas während der deutschen Besetzung, der Widerstandskampf der kretischen Partisanen, die Schrecken des griechischen Bürgerkriegs. Die mutigen Amateurdetektive entdecken schwarze Flecken auf mancher weißen Weste und geraten selbst in Lebensgefahr.

Pressestimmen

 

„Krimitipp: Abgestürzt auf Kreta
Ungefähr zehn Tote und Verletzte. Erschossen oder erstochen, angefahren oder angeschlagen. Die Bilanz klingt beeindruckend für einen Kriminalroman, es riecht nach Action. Doch die Bilanz trügt. Der erste Tote liegt zu Beginn der Handlung bereits da und ist, wie man später erfährt, ein Unglücksfall: Abgestürzt in einer Schlucht auf Kreta. Nein, nicht die Samaria-Schlucht, die jeder kennt. Sondern ein abgeschiedenes Flussbett in jenen malerischen Gebieten, die sich erschließen, wenn man das 'Land der Griechen mit der Seele sucht.' So wie Wolfgang und Beate, Reisende aus der Positivliste jedes Tourismusverbandes. Sie kommen seit vielen Jahren nach Kreta, sprechen Griechisch, haben Freunde auf der Insel und kennen deren Kultur und Geschichte auf das Beste. Auch die neuere Geschichte, wie etwa die Zeit der deutschen Besatzung während des 2.Weltkrieges.
Und hier setzt die Story an, deren Entwicklung zwar von einer Gewaltspirale begleitet wird, aber eben nur begleitet. Die Anzahl der Verbrecher wächst exponentiell, um gegen Ende auf eine einzige Figur zu schrumpfen. Die meiste Zeit vergeht jedoch bei kultiviertem Gespräch und gutem Essen in Tavernen, Wohnungen in Frankfurt oder im Badischen. Feinste akademische Detektivarbeit und eine permanente Liebeserklärung an Kreta oder auch an wunderbare deutsche oder griechische Frauen. Das Geheimnis des ersten Toten bringt nach anfänglichem kollektiven Schweigen Leben in das Dorf Megalochório. Aber die ersten zögerlichen Aussagen führen nicht weiter. Sagte doch schon der Kreter Epimenides: 'Alle Kreter lügen'. So bleibt lange Zeit offen, ob der gestürzte Deutsche auf Kreta nach einem Goldschatz aus dem Zweiten Weltkrieg suchte. Oder was das Schicksal griechischer Juden mit dem Widerstandskampf der Inselpartisanen und der Erfolgsgeschichte einer deutschen Firma zu tun hat.
Nicht nur das Lokalkolorit macht Dommermuth-Gudrichs Roman zu einem spannenden Lesevergnügen für alle, die sich im Urlaub oder davor oder danach mit diesem schönen Teil der Ägäis beschäftigen wollen.“

Rheinische Post, Feuilleton, 16. September 2003

 

„Für die Gudrichs ist der Urlaub nicht nur die schönste, sondern auch kreativste Zeit des Jahres. Denn das Neu-Isenburger Ehepaar liebt es, über Griechenland zu schreiben. Und als sie sich beim Wandern in den Bergschluchten Kretas vergrabene Schätze und verschollene Schatzsucher vorstellen, hatten sie schnell genügend Stoff für einen spannenden Krimi zusammen.“
=> Hier den gesamten Zeitungsartikel lesen (PDF 623 KB)

Neu-Isenburger Anzeigenblatt, 10. August 2003

 

„Dutzende Leseratten und interessierte Bürger waren der Einladung des Teams der Stadtbibliothek gefolgt und in der Bücherei erschienen, um dem 'Griechischen Abend mit Literatur und Musik' beizuwohnen. Wer indes Live-Musik und eine Sirtaki-Truppe erwartet hatte, wurde enttäuscht. An diesem Abend wurden eher leisere Töne angeschlagen und die Musik kam aus dem Kassettenrekorder. Doch im Mittelpunkt dieser Veranstaltung im Rahmen der 'Isenburger Sommerzeit 2003' standen nicht die musikalische Unterhaltung, das Glas Landwein oder die Häppchen mit schwarzen Oliven, sondern vielmehr die Literatur.
Hannah und Gerold Dommermuth-Gudrich, beide Studienräte am Neu-Isenburger Abendgymnasium, lasen aus ihrem ersten Gemeinschaftswerk, einem Krimi, vor. Kein Wunder also, dass die Gäste vor Spannung sogar das Knabbern am frischen Weißbrot vergaßen. Da die Handlung des Krimis 'Das Gold von Megalochorio' auf Kreta spielt, war der thematische Bogen geschlagen. 'Wir wollen hier ein paar Stellen vorlesen, aber nur aus den ersten Teilen unseres Buches', erläuterte das Autorenpaar seine Auswahl, 'schließlich soll die Spannung erhalten bleiben.' Und so lauschten die Anwesenden der Geschichte von Wolfgang und Beate, einem bisweilen zerstrittenen Pärchen, das bei einer Wanderung über die griechische Insel ganz nebenbei eine Leiche in einer Schlucht findet.
Bei den eingeschobenen Fragerunden verrieten die Autoren natürlich nicht, wer der Mörder ist, verdeutlichten jedoch, dass in ihrem Kriminalroman auch historische Fakten eingeflossen seien, die auch die deutsche Vergangenheit betreffen.“

Frankfurter Neue Presse vom 11. Juli 2003

 

„'Deutsche und griechische Geschichte interessierte uns schon immer', erklären Hannah und Gerold Dommermuth-Gudrich. 'Das Gold von Megalochorio' heißt der Kriminalroman, der auf Kreta spielt und die Schatten der deutsch-griechischen Vergangenheit aufdeckt. Totgeschwiegene Ereignisse aus der Zeit der deutschen Besatzung und des griechischen Bürgerkriegs werden wieder in Erinnerung gerufen. Gerold Dommermuth, pensionierter Studienrat des Neu-Isenburger Abendgymnasiums, wurde schon in seiner Schulzeit auf Griechenland aufmerksam. 'Mein ehemaliger Deutschlehrer, ein Nationalsozialist, war ein Griechenland-Fan', erzählt der 68-Jährige. Auch Hannah Gudrichs Biografie wurzelt auf Kreta. Ihr Vater war dort zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs stationiert. Einquartiert bei einer griechischen Familie wuchs zwischen ihr und dem deutschen Soldaten eine 'glücklicherweise' langfristige und herzliche Beziehung. 'Als Kinder waren wir häufig auf Kreta', so die 52-jährige Pädagogin und Studienrätin des Abendgymnasiums. Das seit 1977 gemeinsam in Neu-Isenburg lebende Ehepaar verknüpfte sein gemeinsames Interesse an der 'leidvollen Geschichte der deutschen Besetzung Griechenlands' mit der gleichsam geteilten Lust am Wandern. Vieles von dem, was die Schriftsteller erzählen, haben sie eigenen Angaben zufolge selbst erlebt, gesehen oder von zuverlässigen Zeugen erfahren - mit Ausnahme des Mordes natürlich.“

Offenbach Post vom 8. Juli 2003

 

„Rau, schwer zugänglich, sperrig - so zeigt sich Südwestkreta mit seinen Schluchten, schroffen Bergen und abgelegenen Tälern. Genauso präsentiert sie auch seine jüngere Geschichte. In dieser Historie und ins wilde Gebirge entführt der neue Krimi 'Das Gold von Megalochorio' von Hannah Gudrich und Gerold Dommermuth-Gudrich. Alles beginnt mit einem Leichenfund in einer einsamen Schlucht. Im Sog der Entdeckung finden sich zwei deutsche Touristen konfrontiert mit dem kretischen Partisanenkampf im Zweiten Weltkrieg, mit der Mentalität der Inselbewohner und mit einem undurchdringlichen Gestrüpp aus Verdächtigungen, Heimlichkeiten und Gewalt. Eine keineswegs ausschließlich fiktive, dabei spannende und nicht allzu schwere Unterhaltung, die aber gleichzeitig Hintergrund und Szenen aus dem heutigen Kreta vermittelt.“

abenteuer und reisen, Griechenland spezial, Mai 2003

 

„Die Lust am Fabulieren und die Lust, gemeinsam an einem Buch zu arbeiten, hat das Isenburger Ehepaar Hannah Gudrich und Gerold Dommermuth-Gudrich ins Krimi-Genre verschlagen. Entstanden ist die Idee zu Megalochorio auf einer der zahlreichen Wanderungen der Wahl-Isenburger durch Kreta, bei der sich das Paar verirrte und sich in einer Schlucht wiederfand. Es sei eine sehr angespannte Situation gewesen, denn es war Frühjahr, kalt und der Einbruch der Nacht stand kurz bevor. 'Um die Lage zu entschärfen, hat sich mein Mann eine Geschichte ausgedacht.' Der Anfang dieser Geschichte ist nun auch der Beginn des Krimis: Wolfgang und Beate aus Frankfurt stolpern bei einer missglückten Wanderung auf Kreta über die Leiche eines älteren Deutschen. Die Amateurdetektive finden heraus, dass die Schlucht als Versteck eines Goldschatzes gilt. Ein Karussell der Verstrickungen, Geheimnisse und Gewalt beginnt sich zu drehen. Personen und Handlungen sind fiktiv, Parallelen zu ihrem eigenen Leben gebe es kaum. Dennoch legen die beiden Autoren Wert darauf, dass der große zeitliche Zusammenhang historisch korrekt ist. Sie stützen sich dabei auf Geschichtsbücher, historische Dokumente und Akten. Trotz Tod und Gewalt nennen die Isenburger Schreiber ihren Krimi eine 'soft boiled' - also eine sanfte - Detektivgeschichte.“

Frankfurter Rundschau vom 22. Februar 2003